Orthopädie

Schultergelenk

Verletzungen der Schulter

Schmerzt Ihre Schulter – beim Greifen nach oben, beim Schlafen auf der Seite oder sogar in Ruhe?

Ein ziehender Schmerz beim Anheben über den Kopf, plötzlicher Kraftverlust, eine ausgekugelte oder dauerhaft steife Schulter – all diese Beschwerden haben sehr unterschiedliche Ursachen. Wir helfen Ihnen, die richtige Diagnose zu finden – und die beste Behandlung für Ihre individuelle Situation.

Die Schulter besteht aus dem Schulterhauptgelenk (Glenohumeralgelenk), dem Schultereckgelenk (ACG), dem Sternoklavikulargelenk sowie dem funktionellen Schulterblatt-Thorax-Gelenk. Ihre Stabilität entsteht durch ein komplexes Zusammenspiel von Labrum, Kapsel, Bändern und der Rotatorenmanschette – Schäden an diesen Strukturen führen zu charakteristischen Beschwerdebildern.

Rotatorenmanschette

Schäden und Rupturen

Die Rotatorenmanschette besteht aus vier Muskeln und ihren Sehnen, die den Oberarmkopf in der Gelenkpfanne zentrieren: Supraspinatus, Infraspinatus, Teres minor und Subscapularis. Der Supraspinatus ist mit Abstand am häufigsten von Rissen betroffen.

Entstehung und Risikofaktoren

  • Degenerativ (häufigste Ursache): jahrelanges Impingement, kritische Durchblutungszone, ab Mitte 40

  • Traumatisch: Sturz auf ausgestreckten Arm, Erstluxation, direkte Gewalt

  • Risikofaktoren: schwere körperliche Arbeit, Überkopfsport, Rauchen, Diabetes

Symptome

  • Schmerz lateral und dorsal, in den Arm ausstrahlend

  • Painful arc: Schmerz besonders bei 60–120° Abduktion

  • Kraftminderung bei Abduktion, Außen- oder Innenrotation

  • Kompletter Riss: Pseudoparalyse – aktiv kaum hebbar, passiv frei

Diagnostik

  • Klinische Funktionstests

  • Ultraschall: dynamische Beurteilung (Erstlinie)

  • MRT: Goldstandard für Ausdehnung, Retraktion und Fettinfiltration

Therapie

Risstyp Primäre Therapie Operationsindikation
Partialriss (<50% Tiefe) Konservativ 3–6 Monate Bei Versagen / junge aktive Patienten
Partialriss (>50% Tiefe) Konservativ oder OP Häufig operative Naht
Kompletter Riss, klein (<1 cm) Konservativ möglich Bei Therapieversagen
Kompletter Riss, groß (>3 cm) OP bevorzugt Frühzeitig – vor Fettdegeneration
Irreparable Massenruptur Konservativ / inverse TEP Inverse Prothese im Alter

Arthroskopische RM-Naht – moderner Standard: 6 Wochen Abduktionsorthese und Physiotherapie, volle Belastbarkeit nach 4–6 Monaten, Sport nach 6–12 Monaten. Bestes Ergebnis bei frischer Verletzung und guter Sehnenqualität.

Impingement-Syndrom und Bursitis subacromialis

Das subakromiale Impingement entsteht durch wiederholte Einklemmung der Supraspinatussehne und der Bursa zwischen Oberarmkopf und Schulterdach (Akromion). Es ist häufig der Ausgangspunkt für den degenerativen Manschettenriss.

Ursachen

  • Hakenförmiges Akromion (Typ III): verengter Subakromialraum

  • Kalkdepot (Tendinosis calcarea): häufige, sehr schmerzhafte Form

  • Muskuläre Dysbalance, AC-Gelenk-Arthrose mit Osteophyten

Therapie

  • Konservativ (Erstlinie): Physiotherapie, NSAR, subakromiale Kortison-Injektion

  • Stoßwellentherapie: besonders effektiv bei Kalkdepot

  • Operativ: arthroskopische Acromioplastik, Bursektomie, Kalkentfernung

Weitere Abschnitte – Schulterinstabilität (Bankart, SLAP), ACG-Sprengung (Rockwood-Grade), Bizepssehne und Frozen Shoulder – folgen demselben Aufbau: Abschnitts-Titel, Fließtext, Listen, ggf. Tabelle und Hinweis-Box.

Wir sind für Sie da

Ob an unserer rein privatärztlichen HeumarktClinic in Köln oder der auch für Notfälle zugänglichen Chirurgischen Tagesklinik in Asbach.

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